Gewichtsverlust bei Brustkrebs – Achten Sie auf Ihren Ernährungszustand

27.01.2010

Der Ernährungszustand beeinflusst den Erkrankungsverlauf, die Prognose und die Lebensqualität von Brustkrebspatientinnen. Da einmal verlorenes Gewicht schwer wieder aufzubauen ist, sind eine regelmäßige Gewichtskontrolle und frühzeitige Maßnahmen wichtig.

Gewichtsverlust bei BrustkrebsBegleiterscheinungen der Krebstherapie und tumorbedingte Veränderungen im Körper können vielfältige Auswirkungen auf Ihre Ernährungsgewohnheiten haben. Der Tumor selbst kann beispielsweise Stoffe freisetzen, die zu Appetitverlust und einem erhöhten Stoffwechsel führen. Durch die Nebenwirkungen der Therapie kann es zu Übelkeit und Durchfall oder wunden Stellen im Mund kommen. Die Folge ist bei vielen Patientinnen ein ungewollter und starker Gewichtsverlust. Doch eine ausreichende und ausgewogene Ernährung spielt eine entscheidende Rolle im Heilungsprozess.

 

Wie kann ich erkennen, ob ich ausreichend ernährt bin?

Häufig wird der Gewichtsverlust erst dann bemerkt, wenn die Betroffene bereits sehr viel an Gewicht verloren hat. Es ist wichtig, dem mit einer geeigneten Ernährung vorzubeugen. Daher sollten Sie Ihr Gewicht regelmäßig überprüfen.
Testen Sie selbst, ob Sie etwas tun sollten, um einem übermäßigen Gewichtsverlust entgegenzuwirken:

  • Haben Sie in der letzten Zeit ungewollt Gewicht verloren?
  • Sind Sie häufig appetitlos?
  • Leiden Sie unter Kau- oder Schluckbeschwerden oder haben Sie Verdauungsprobleme?
  • Liegt Ihr BMI-Wert (siehe unten) im Bereich Untergewicht?

So ermitteln Sie Ihren Body-Mass-Index (BMI):

kg Körpergewicht
--------------------------------------------
Körpergröße x Körpergröße in m

 

Tab. 1 BMI bei Erwachsenen, jünger als 65 Jahre

BMI
<18,5 Untergewicht; Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
18,5 bis 25 Normalgewicht
>25 Übergewicht
>30 Adipositas (krankhaftes Übergewicht)

 

Tab. 2 BMI bei Erwachsenen, alter als 65 Jahre

BMI
< 18,5 Untergewicht; Lassen Sie sich bitte von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
18,5 bis 24 Risiko einer Mangelernährung; Achten Sie auf Ihre Ernährung und lassen Sie sich gegebenenfalls von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
24 bis 29 Normalgewicht
> 29 Übergewicht

Sofern Sie mindestens eine der obenstehenden Frage mit “Ja” beantwortet haben, sollten Sie Ihr Gewicht genau beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um ein angemessenes Gewicht zu halten oder zu erreichen. Um Ihren Körper dabei zu unterstützen, den Krebs zu bekämpfen, kommt es aber nicht nur auf die Menge der zugeführten Nahrung, sondern auch auf deren Zusammensetzung an.

 

Tipps für eine gesunde Ernährung

  • Genießen Sie viel reifes frisches Obst sowie leicht verdauliches Gemüse.
  • Nehmen Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich (Müsli, Vollkornbrot, Reis, Nudeln etc.). Bevorzugen Sie hier Vollkornprodukte.
  • Achten Sie auf ausreichende Eiweißzufuhr. Essen Sie häufig Seefisch und fettarme Fleisch- und Wurstwaren sowie Milchprodukte, Eier und milde Käsesorten.
  • Achten Sie auf eine nährstoffschonende Zubereitung, z. B. durch Dünsten und Dämpfen.
  • Verzichten Sie auf Lebensmittel, die die Magenschleimhaut reizen (z. B. scharf gewürzte Speisen, starker Kaffee, etc.).
  • Trinken Sie reichlich Flüssigkeit (z. B. Tees, stilles Mineralwasser, Gemüse- oder Fruchtsaftschorlen, Brühe, etc.).
  • Sollten Sie ausgeprägte Kau-oder Schluckbeschwerden haben oder schwere Verdauungsprobleme, gibt es auch spezielle Trink-oder Aufbaunahrung für Tumorpatienten. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Novartis Onkologe kooperiert im Bereich Ernährung mit Nestlé HealthCare Nutrition, einem führendem Anbieter von medizinischer Ernährung. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.nutrinews.de oder wenden Sie sich bei Fragen an die Hotline von Nestlé HealthCare Nutrition: 0800/1001635 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz).

 

Quelle: Nestlé HealthCare Nutrition
Stand: 15.05.09, aktualisiert am 11.12.09
Autor: Nestlé HealthCare Nutrition, aktualisiert von Michaela Spaeth-Dierl


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