Viele Brustkrebspatientinnen erhalten langjährige Therapien, um das Rückfallrisiko zu senken. Auch im Urlaub oder während einer Geschäftsreise kann auf die regelmäßige Tabletteneinnahme nicht verzichtet werden.
Nach einer Brustkrebsoperation werden heute oft langjährige Therapien durchgeführt, um das Risiko für einen Krankheitsrückfall zu senken, eine Ausbreitung des Krebses in andere Organe zu verhindern oder das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten. Beispiele hierfür sind die Chemotherapie, die Antihormontherapie und die Behandlung mit Antikörpern. Einige der Medikamente müssen täglich als Tabletten eingenommen werden.
Nicht immer fällt es leicht, an die Medikamente zu denken. Gerade bei beruflichem oder privatem Stress kann die Einnahme schnell mal vergessen werden. Außerdem stellt sich nach einer gewissen Behandlungszeit nicht selten Unlust ein: Man will nicht ständig an die Krankheit und die damit verbundenen Ängste und Sorgen erinnert werden. Besonders dann, wenn der Krebs überwunden zu sein scheint und Sie sich wieder gesund fühlen, kann leicht der Gedanke aufkommen, dass die Behandlung vielleicht gar nicht mehr so wichtig ist. Doch die meisten Frauen wissen: Die Therapie kann ihnen das Leben retten. Jede nicht zwingend notwendige Unterbrechung der Behandlung ist mit dem Risiko eines Krankheitsrückfalls verbunden.
Auch im Urlaub oder während einer mehrtägigen Geschäftsreise darf die regelmäßige Einnahme der Medikamente nicht unterbrochen werden. Vor Antritt einer Reise sollten Sie daher Ihren Bedarf sorgfältig planen. Dabei ist zu bedenken: Es kann immer zu unvorhergesehenen Zwischenfällen kommen, die die Reise verlängern. Für diesen Fall sollten Sie gewappnet sein und sich genügend Tabletten oder ein Ersatzrezept von Ihrem Arzt besorgt haben. Die Medikamente sind verschreibungspflichtig, sodass Sie sie nicht einfach in der Apotheke kaufen können.
Arzneimittel sollten Sie grundsätzlich im Handgepäck mitführen, damit sie nicht verloren gehen. Bei weiten Reisen, die mit einer Zeitumstellung verbunden sind, besprechen Sie am besten vorab mit Ihrem behandelnden Arzt, wie Sie mit der Zeitverschiebung umgehen können.
Um die Einnahme der Tabletten nicht zu vergessen, empfiehlt es sich, sie zur täglichen Routine zu machen, und diese auch auf Reisen weitgehend beizubehalten. So kann die Einnahme an bestimmte Aktivitäten gebunden sein wie das Frühstück oder die morgendliche Joggingrunde. Manchen hilft es, ein Erinnerungssignal auf dem Handy einzustellen, das auf die Einnahme der Medikamente hinweist. Oder Sie bitten Mitreisende, ebenfalls daran zu denken. Einer unbeschwerten Urlaubszeit steht dann nichts mehr im Wege.