Nährstoffreich essen!

15.04.2008

Nährstoffreich ist nicht identisch mit kalorienreich. Im Gegenteil, aus vielerlei Gründen sollten Brustkrebspatientinnen Übergewicht meiden.

GesundheitExperten der modernen Krebsforschung gehen davon aus, dass Übergewicht ein Risikofaktor für die Entstehung von Brustkrebs ist. Fettreiche Ernährung wird zudem mit der Entstehung anderer Krebserkrankungen, z.B. Darmkrebs, in Zusammenhang gebracht. Daneben erhöht Übergewicht nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern anscheinend auch für ein Wiederauftreten des Brustkrebses. Einer Reihe von Studien zufolge haben übergewichtige Brustkrebspatientinnen mit gesteigerten Cholesterin- und Blutzuckerspiegeln sowie Bluthochdruck eventuell ein erhöhtes Rückfallrisiko

Prinzipiell sind bei Frauen mit Brustkrebs keine besonderen Ernährungsformen notwendig. Für sie gelten wie auch für gesunde Personen die allgemeinen Regeln einer ausgewogenen Nahrungsaufnahme. Bei Betroffenen in weit fortgeschrittenen Stadien, mit Metastasen oder starken Schmerzen können jedoch Ernährungsprobleme auftreten. In diesen Fällen empfiehlt sich eine Kontrolle und Überprüfung der Nährstoffversorgung und des Körpergewichts. Gegebenenfalls müssen Mangelerscheinungen behandelt werden.

 

Abwechslungsreiche Kost bevorzugen!

Sinnvoll ist eine abwechslungsreiche Kost, die durchaus auch gelegentlich Fleisch beinhalten darf. Es empfiehlt sich eine Nahrung, die viel Ballaststoffe, frisches Obst, Gemüse, Salate, Molkereiprodukte und leicht verdauliche Fleischsorten enthält. Lebensmittel mit überwiegendem Kohlenhydratanteil und Ballaststoffen, mageres Fleisch und Fisch sind zu bevorzugen.

Generell ist Vollkornbrot Weiß- oder Graubrot vorzuziehen. Der Anteil gesättigter und ungesättigter Fettsäuren sollte nicht zu hoch sein.

 

Vorsicht vor zucker- und fetthaltigen Nahrungsmitteln

Bei künstlich aromatisierter, gefärbter oder mit Konservierungsstoffen versehener Nahrung ist Vorsicht geboten. Mit stark zucker- und mehlhaltigen Speisen sowie fettreichen Fleisch- und Wurstsorten sollten nicht nur Krebspatientinnen zurückhaltend sein.

 

Antikrebs-Nahrung?

Es gibt eigentlich keine Nahrungsbestandteile, die von sich aus "krebsfeindlich" wirken. Zwar sind Produkte wie Rote Bete, Bierhefe, Weizenkeime, Sauermilch und "linksdrehende Milchsäure" sowie Kombinationen von Quark und Leinöl gesund, für eine Antikrebswirkung beim Menschen gibt es bislang jedoch keinerlei Hinweise.

 

Auf die Zubereitung achten!

Alle Mahlzeiten sollten so zubereitet werden, dass möglichst wenig Nährstoffe verloren gehen - also mit wenig Wasser und kurzen Garzeiten kochen. Das Gemüse hat sozusagen noch "Biss". Frisch zubereitete Mahlzeiten sind zu bevorzugen, denn aufgewärmtes Essen verliert an Qualität! Zum Würzen empfiehlt sich weniger Kochsalz, statt dessen lieber getrocknete Kräuter und Gewürze!

 

Gegen den Durst

Ihren Durst sollten Sie hauptsächlich mit Mineralwässern, Kräuter- bzw. Früchtetees oder ungezuckerten Getränken löschen. In Maßen zu genießen sind zudem koffein- oder alkoholhaltige Getränken.

 

Quelle: Deutsche Krebshilfe e.V.: Ernährung bei Krebs - Die blauen Ratgeber
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Ernährung für Krebspatienten: Essen was schmeckt oder doch lieber Diät?
Autor: BSMO Redaktion
Stand: 15-04-2008


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