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Vitamine bei Krebserkrankungen

13.01.2012

Eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen mit der Nahrung ist für unseren Körper unverzichtbar. Einige Vitamine tragen aber auch direkt zum Schutz unserer Zellen bei und senken so möglicherweise das Risiko für Krebs.

Vitamine bei KrebserkrankungenVitamine dienen dem Körper als Grundbaustoffe. Damit unser Körper problemlos funktionieren kann, müssen die Vitamine in ausreichender Menge vorhanden sein. In der Regel nehmen wir diese Mengen mit der normalen Nahrung auf. Kommt es, z. B. im Rahmen einer Erkrankung, zu einem Mangel, ist es sinnvoll, diesen unter ärztlicher Aufsicht durch eine spezielle Diät oder durch Vitaminpräparate gezielt auszugleichen.

Neben der gezielten Nahrungsergänzung gibt es Hinweise darauf, dass einige Vitamine unsere Zellen vor schädigenden Einflüssen, den so genannten freien Radikalen, schützen und dadurch das Risiko für eine Krebserkrankung senken können.

 

Vitamine in der richtigen Menge

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat allgemeine Empfehlungen für eine gesunde Ernährung erarbeitet [1]. Richtet man sich nach diesen Empfehlungen, sollten alle erforderlichen Vitamine bereits in ausreichender Menge und auf natürlichem Wege mit der Nahrung aufgenommen werden.

Erkrankungen wie z. B. Krebs sind spezielle Situationen, in deren Verlauf es trotz optimaler Ernährung zu einem Vitamin-Mangel kommen kann. Der behandelnde Arzt kann den individuellen Ernährungszustand messen und beraten, welche Nahrungsmittel oder auch Vitaminpräparate im Einzelfall sinnvoll sind.

 

Radikalfänger – was ist das und wie können sie vor Krebs schützen?

Unsere Körperzellen verarbeiten Nährstoffe und Sauerstoff, um ihre jeweiligen Funktionen im Körper zu erfüllen. Dabei entstehen freie Radikale – reaktionsfreudige Stoffe, die bis zu einem gewissen Grad nützlich für den Körper sind. Sie wehren Krankheitserreger ab und vernichten schädliche Substanzen. Sind sie jedoch im Überschuss vorhanden, können sie auch die Erbsubstanz der Zellen verändern und dadurch die Entstehung von Krebs begünstigen.

Der Körper verfügt zwar über Mechanismen, um überschüssige freie Radikale unschädlich zu machen, doch die Ernährung kann dabei unterstützen. Bestimmte Nahrungsmittel enthalten Stoffe, so genannte Radikalfänger, die sich mit überschüssigen freien Radikalen verbinden damit diese die Zellen nicht mehr schädigen. Dadurch können die Radikalfänger möglicherweise dazu beitragen, das Risiko einer Krebserkrankung zu senken [2]. Radikalfänger in der Nahrung sind beispielsweise die Vitamine A, B, C und E. Ob eine übermäßige oder langandauernde Einnahme dieser Vitamine einen schützenden Effekt vor Krebs oder speziell Brustkrebs hat, wird derzeit noch untersucht [3].

 

Vorkommen und Bedeutung einzelner Vitamine bei Krebs

  • Vitamin A:
    Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass die übermäßige oder langandauernde zusätzliche Einnahme von Vitamin A eine schützende Wirkung gegen Krebs hat [4]. Da Vitamin A sich mit freien Radikalen verbindet und diese damit unschädlich macht, ist es möglich, dass es zu einer Senkung des Krebsrisikos beiträgt. Reich an Vitamin A sind alle gelb-roten und grünblättrigen Obst- und Gemüsesorten sowie Milchprodukte.
  • Folsäure (Vitamin B):
    Auch wenn es bislang nicht bewiesen werden konnte, wird angenommen, dass Folsäure als Radikalfänger das Erbgut von Zellen gegen Schäden schützen kann. Insbesondere die Wirkung aggressiver Substanzen aus Alkohol kann möglicherweise reduziert werden. Leber, Tomaten, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Eier oder Hefe enthalten besonders viel Folsäure. [5]
  • Vitamin C und E:
    Über den normalen Bereich hinaus erhöhte Spiegel der Vitamine C und E konnten bislang keinen eindeutigen Effekt auf die Entstehung oder den Verlauf von Brustkrebs zeigen. Diese Vitamine zählen jedoch zu den Radikalfängern, die aggressive Stoffe im Körper unschädlich machen. Daher wäre eine schützende Wirkung vor Krebs denkbar [6]. Vitamin C findet sich vor allem in Obst (Hagebutte, Sanddornbeeren, Erdbeeren) und Gemüse (Rosenkohl, Paprika, Spinat). Nüsse (Haselnüsse, Mandeln) und Pflanzenöle (Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl) enthalten viel Vitamin E.

Neben den Vitaminen gibt es weitere Bestandteile unserer Ernährung, mit denen wir unserem Körper dabei helfen können, gesund zu bleiben.

Quellen:
[1] http://www.dge.de/modules.php?name=St&file=vollwert, (zuletzt besucht am 20.12.2011)
[2] http://www.ernaehrung.de/aktuell/archiv/Brustkrebs-Praevention.php, (zuletzt besucht am 20.12.2011)
[3] http://www.krebsinformation.de/themen/risiken/vitamine-und-spurenelemente.php
[4] Albanes D, Heinonen OP, Taylor PR et al.: Alpha-Tocopherol and beta-carotene supplements and lung cancer incidence in the alpha-tocopherol, beta-carotene cancer prevention study: effects of base-line characteristics and study compliance. J Natl Cancer Inst. 1996; 88: 1560–70.
[5] Ulrich CM: Folate and cancer prevention: a closer look at a complex picture. Am J Clin Nutr 2007; 86: 271–273.
[6] Zhang S, Hunter DJ, Forman MR: Dietary carotenoids and vitamins A, C, and E and risk of breast cancer. J Natl Cancer Inst. 1999; 91: 547–56.

Erstellt am: 18.10.2007
Aktualisiert am: 07.12.2011
Autor: Dr. med. Sonja Hermeneit

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