Die Vollwertkost, bei der es sich um einen ganzheitlichen Denkansatz mit naturbelassener unverfälschter, industriell nicht veränderter Nahrung handelt, ist eher eine dauerhafte Ernährungsform als eine Diät und erst recht keine Krebs-Diät.
Bei ihr werden vor allem pflanzliche Lebensmittel verwandt, die ausschließlich biologisch angebaut sind. Bevorzugt werden frische Gemüse, Kartoffeln und Früchte, wenig Fleisch, viele Kräuter und wenig Salz sowie an Fetten Butter oder reines, kaltgepresstes Pflanzenöl, keine Margarine, keine Mischfette. An Backwaren werden ausschließlich Vollkornprodukte empfohlen.
So wenig wie möglich sollten genossen werden: Konservenkost, in heißem Öl oder Fett gebratene Speisen, Zuckerwaren und zuckerhaltige Getränke, Bohnenkaffee, schwarzer Tee, Schokolade, Eier, Weißmehlprodukte, alkoholische Getränke, Schweinefleisch sowie geräucherte Fleisch- und Wurstwaren.
Ebenso wie bei der ovo-laktovegetabilen Kost müssen auch hier die Essgewohnheiten umgestellt werden. Die Zubereitung ist zum Teil relativ zeitaufwendig; die Beschaffung biologisch angebauter Lebensmittel ist insbesondere für die Stadtbevölkerung schwierig und teuer. Die Vollwertkost ist allerdings - solange sie nicht in extremer und einseitiger Form zugeführt wird - sicherlich gesünder als unsere derzeitige zu kalorienreiche Nahrung mit zu hohen Fett- und Eiweißanteilen. Kritikwürdig ist allerdings die Bezeichnung "Vollwertkost", da sie den Eindruck erweckt, dass eine andere Ernährungsweise nicht vollwertig ist. Das ist aber nicht der Fall. Auch andere Kostformen können den Nahrungsbedarf vollwertig decken.