Die moderne Antihormontherapie ermöglicht Patientinnen mit hormonsensiblem Brustkrebs bessere Behandlungserfolge als früher. Welche Frau profitiert aber von welcher Therapie am meisten? Wie läuft eine solche Therapie ab? Was sollte man beachten?
Ihr Arzt wird Sie in einem Gespräch umfassend über die Möglichkeiten einer Antihormontherapie aufklären und Ihnen eine individuelle Empfehlung geben. Dabei ist für seine Therapiewahl vor allem eines von Bedeutung: Haben Sie die Wechseljahre noch vor sich, d. h. sind Sie in der Prämenopause? Oder haben Sie diese Phase der Hormonumstellung bereits durchlaufen und befinden sich in der Postmenopause?
Letztere Frage ist allerdings nicht immer eindeutig zu beantworten, denn bei jüngeren Frauen kann eine Chemotherapie die Wechseljahre quasi einleiten, da die Eierstöcke hierdurch ihre Funktion - zumindest vorübergehend - einstellen.
Oder wurde bei Ihnen die Gebärmutter entfernt und Sie wissen nicht, wie Ihr Hormonstatus aussieht, weil Sie keine Monatsblutung mehr haben?
Bei jüngeren, prämenopausalen Frauen ist der Hormonstatus anders als bei Frauen nach den Wechseljahren, deswegen bestehen andere Anforderungen und Möglichkeiten der Antihormontherapie. So stellen sich nach den Wechseljahren beispielsweise keine Fragen zur Empfängnisverhütung, zum Kinderwunsch oder zur künstlichen, d.h. durch Hormongabe oder Eierstockentfernung bedingten Menopause.
Wenn nicht eindeutig sicher ist, ob Sie sich bereits in der Postmenopause befinden, wird mit einer Blutuntersuchung abgeklärt, wie Ihr individueller Hormonstatus aussieht und welche Antihormontherapie für Sie in Frage kommt. Diese Abklärung ist wichtig, da z. B. eine Antihormontherapie mit den modernen Aromatasehemmern im Gegensatz zur Tamoxifenbehandlung nur in der Postmenopause erfolgen darf. Bei noch funktionierenden Eierstöcken besteht nämlich während der Einnahme eines Aromatasehemmers das Risiko der Zystenbildung.
• Nebenwirkungen der jeweiligen Antihormontherapie
• Problematik der Osteoporose und Behandlungsmöglichkeiten z. B. mit Bisphosphonaten
• Ihre individuelle Krankengeschichte z. B. frühere Thrombosen und Embolien
• Begleiterkrankungen wie z. B. Krampfadern und Fettstoffwechselstörungen
• Erblich bedingte Risikofaktoren wie z. B. Familiäres Risiko für einen Herzinfarkt
Um mit Ihrem Arzt alle wichtigen Fragen diskutieren zu können und dabei nichts zu vergessen, ist es empfehlenswert, wenn Sie sich vor dem Gespräch einen Notizzettel mit Ihren persönlichen Fragen machen.
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Checkliste zur Antihormontherapie für Frauen nach den Wechseljahren: |
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