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Bei osteoblastischen Metastasen spielt die Wahl des Bisphosphonats eine entscheidende Rolle

23.06.2010

Die Medikamentengruppe der Bisphosphonate kann bei Knochenmetastasen den Knochenabbau verringern. Bei osteoblastischen Knochenmetastasen zeigen aber nicht alle Bisphosphonate einen gleich guten Knochenschutz.

In fortgeschrittenen Stadien des Mammakarzinoms kommt es oft zur Bildung von Metastasen. Am häufigsten siedeln sich die Krebszellen in den Knochen ab. Hier sind vor allem die großen Knochen von Oberschenkel oder Becken, die Rippen und das Brustbein betroffen. Die Krebszellen selbst können den Knochen nicht schädigen, sie können jedoch die Knochenzellen aktivieren, die für die natürlichen Umbauvorgänge des Knochens verantwortlich sind. Betrifft dies die knochenaufbauenden Zellen (Osteoblasten) kommt es zur Entstehung von osteoblastischen Knochenmetastasen.

 


Knochenmetastasen beim Mammakarzinom

Abb. 1: Anteil der osteolytischen und osteoblastischen Metastasen bei Patientinnen mit in das Skelett metastasiertem Mammakarzinom (Quelle: Quattrocchi et al.: Bone metastases in breast cancer).



Fast jede zweite Patientin weist osteoblastische Anteile bei Knochenmetastasen auf

Osteoblastische Metastasen sind gekennzeichnet durch die überschießende Bildung eines minderwertigen Knochens. Etwa 30 % der Knochenmetastasen beim Mammakarzimom sind rein osteoblastisch. Etwa 15 % haben zumindest osteoblastische Anteile in den Knochenmetastasen (sogenannte gemischte Metastasen). In etwa 55 % der Fälle liegen osteolytische Knochenmetastasen vor, die zu einem vermehrten Knochenabbau führen.

 

Bei Knochenmetastasen besteht eine erhöhte Frakturgefahr

Knochenmetastasen können zu starken Beschwerden und ernsten Komplikationen führen. Schmerzen und eingeschränkte Beweglichkeit belasten die Patientinnen zum Teil stark. Alle Formen von Knochenmetastasen führen zu einer verminderten Belastbarkeit des Knochens, so dass die Gefahr für einen Knochenbruch erhöht ist. Weitere schwerwiegende Komplikationen wie das so genannte
Hyperkalzämie-Syndrom sind dank besserer Behandlungsmöglichkeiten heute
extrem selten geworden.

 

Bisphosphonate können Skelettkomplikationen reduzieren
und verzögern

Bisphosphonate sind gemäß der Leitlinien der Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie die Therapie der Wahl, um die Folgen von Knochenmetastasen zu reduzieren. In zahlreichen großen Studien konnte gezeigt werden, dass Bisphosphonate in der Lage sind, das Auftreten von Skelettkomplikationen zeitlich hinaus zu zögern, aber auch insgesamt zu verringern.

Bisphosphonate festigen die Knochensubstanz, indem sie gezielt an den Knochen binden und dort von den Zielzellen aufgenommen werden. Durch die Inaktivierung von Osteoklasten wird einem vermehrten Knochenenabbau entgegengewirkt.

 

Nicht alle Bisphosphonate schützen den Knochen vor den Folgen osteoblastischer Metastasen

Nicht alle Bisphosphonate zeigen einen Knochenschutz bei den verschiedenen Metastasenarten. Wenn bei Ihnen osteoblastische Metastasen oder gemischte Metastasen bekannt sind oder vermutet werden, sollte Ihr Arzt bei der Wahl des Bisphosphonats berücksichtigen, ob dieses Sie auch vor Skelettkomplikationen bei osteoblastischen Metastasen schützen kann.

Wenn Sie Fragen zu diesem Thema haben, bitten Sie Ihren Arzt um weitere Informationen. So können Sie gemeinsam die für Sie geeignete und effektivste Therapie finden.

Quelle: Quattrocchi CC, Piciucchi S, Sammarra M, et al.: Bone metastases in breast cancer: higher prevalence of osteosclerotic lesions. Radiol Med (Torino) 2007; 112:1049-1059. journalonko.de, innovations-report.de, knochenstark.de, onmeda.de, pubmed.de
Stand: 11.05.2010
Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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