In sehr seltenen Fällen kann es unter einer Bisphosphonattherapie zu einer Kiefernekrose kommen. Kennt man die Zusatzfaktoren, die hierbei eine Rolle spielen, lässt sich dies jedoch meist verhindern.
Bei der Therapie des fortgeschrittenen Mammakarzinoms mit Knochenmetastasen kommen Bisphosphonate zum Einsatz. Bisphosphonate können den Knochenabbau verlangsamen und Knochenschmerzen lindern.
Eine sehr seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkung, die unter einer Bisphosphonattherapie beobachtet werden kann, ist die Kiefernekrose, eigentlich Kieferosteonekrose (aus dem Griechischen: osteo = Knochen, nekrosis = Absterben). Hierbei handelt es sich um eine Zerstörung des Kieferknochens mit Verlust des darüber liegenden Zahnfleisches.
Zu einer Nekrose kommt es meist dann, wenn ein Gewebe nicht ausreichend mir Blut versorgt wird. Im Fall der Bisphosphonattherapie ist die Auswirkung auf das Knochengewebe des Kiefers noch nicht hinreichend geklärt. Es wird vermutet, dass die Bisphosphonate einen Einfluss auf den Stoffwechsel und die Durchblutung des Kieferknochens haben. Eine noch entscheidendere Rolle scheinen jedoch Begleitumstände zu spielen, die Patient und behandelnde Ärzte berücksichtigen sollten. Oft genügen einfache Maßnahmen, um das Risiko für die Entstehung einer Kiefernekrose zu minimieren.
Patientenpass: Behandlung mit Bisphosphonaten
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Wenn eine Operation an Zähnen oder Kiefer unumgänglich ist, kann in Abstimmung mit dem behandelnden Onkologen eine Pause in der Bisphosphonattherapie in Erwägung gezogen werden. Vor und nach einem solchen Eingriff hat sich die Gabe von Antibiotika mit breitem Wirkspektrum bewährt.
Sollten Sie trotz aller Vorsicht an einer Kiefernekrose erkranken, bitten Sie Ihren Zahnarzt oder Onkologen, Sie bei der Suche nach einem mit der Behandlung dieser Erkrankung erfahrenen Kieferchirurgen zu unterstützen.