Brustkrebs - Wir sind nicht machtlos!

15.01.2009

Ungefähr 57.000 Frauen werden in Deutschland jedes Jahr mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Mehr als ein Viertel aller krebskranken Frauen haben Brustkrebs: Er ist damit die häufigste Krebserkrankung der Frau.

Krankheitsbild_OrientierungDie Medizin hat in den letzten Jahrzehnten gerade bei der Diagnose und Behandlung dieser Erkrankung enorme Fortschritte gemacht. Die Krankheit selbst wird zwar häufiger, dafür werden die Heilungschancen aber immer besser.

Warum Zellen der Brustdrüse anfangen sich unkontrolliert zu vermehren und auszubreiten, weiß man nicht genau. Bekannt ist jedoch eine ganze Reihe von Faktoren, die das Risiko für das Auftreten eines Mammakarzinoms erhöhen.

Dazu zählen etwa:

  • frühe erste Periode
  • später Beginn der Wechseljahre
  • Erstgeburt im Alter über 30 Jahre
  • Kinderlosigkeit
  • Ein Alter über 50 Jahre
  • Hormontherapie mit Östrogenen und Gestagenen in und nach den Wechseljahren
  • Übergewicht
  • ein gehäuftes Auftreten von Brust- und/oder Eierstockkrebserkrankungen in der Familie

Frühe Diagnose ist die stärkste Waffe

Gibt es Vorbeugemaßnahmen? Eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Bewegung und das Vermeiden von Schadstoffen wie Nikotin oder Alkohol bietet zwar keine Gewähr dafür, nicht an Brustkrebs zu erkranken, aber das Risiko kann dadurch verringert werden.

Besonders wichtig ist die rechtzeitige Diagnose von Brustkrebs. Denn: Je früher er entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Jede Frau sollte also auf die Signale ihres Körpers achten und vor allem mit zunehmendem Alter die angebotenen Früherkennungsuntersuchungen wahrnehmen. Eine Früherkennungsuntersuchung, die Sie selbst durchführen können, ist die regelmäßige Untersuchung der Brust. Für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren gibt es das sogenannte Mammographie-Screening. Im Rahmen dieser Reihenuntersuchung haben Frauen im entsprechenden Alter das Recht, jedes zweite Jahr eine Mammographie durchführen zu lassen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Durch das Screening hoffen die Verantwortlichen, die Rate der frühen Diagnosen zu erhöhen und damit die Überlebenschancen zu verbessern.

Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: www.krebsinformationsdienst.de

Mammographie Screening Programm: www.mammographiescreening.org

 

Quelle: Krebs in Deutschland 2003 – 2004. Häufigkeiten und Trends. 6. überarbeitete Auflage. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (Hrsg). Berlin, 2008
Autor: BSMO
Stand: 15-01-2009


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