Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine Vorsorgeuntersuchung, die jede Frau regelmäßig selbst durchführen kann, um Brustkrebs Symptome festzustellen. Zunächst zur Beruhigung: Die meisten Veränderungen, die man bei der Tastuntersuchung findet, sind nicht bösartig! Das kann jedoch zweifelsfrei nur der Arzt feststellen, den man deshalb bei der geringsten Auffälligkeit konsultieren sollte.

Die Selbstuntersuchung besteht aus einer eingehenden Inspektion im Spiegel und der Tastuntersuchung. Bei Frauen vor den Wechseljahren liegt der beste Zeitpunkt dafür zwischen dem dritten und siebten Tag nach Beginn der Regel, weil das Brustgewebe dann am weichsten ist.
Die Inspektion vor dem Spiegel dient vor allem dazu, Größenveränderungen, Schwellungen oder Hauteinziehungen als erste Symptome festzustellen. Mit seitlich herunterhängenden Armen, mit über den Kopf gehobenen Armen und mit auf den Hüften aufgestemmten Armen und angespannter Brustmuskulatur sollten die Brüste aufmerksam betrachtet werden. Zu beachten ist, dass selten beide Brüste völlig gleich aussehen. Es geht in erster Linie darum Veränderungen und Anzeichen festzustellen, die sich seit der letzten Selbstuntersuchung eingestellt haben.
Darauf folgt die Tastuntersuchung im Sitzen oder Stehen: Jede Brust wird mit der jeweils gegenüber liegenden Hand langsam und sorgfältig über die gesamte Oberfläche nach Schwellungen, Knoten oder Verdickungen, die Symptome für Brustkreb sein können, abgetastet. Angenehmer ist diese Untersuchung unter der Dusche oder in der Badewanne, weil sich die Hand problemloser über nasse, möglicherweise eingeseifte Haut führen lässt.
Im Liegen, am besten morgens vor dem Aufstehen im Bett, legt man einen Arm unter den Kopf, sodass die Brust der gleichen Seite etwas angespannt ist. Mit der anderen Hand wird die Brust nun in einer außen beginnenden, spiralförmig nach innen kreisenden Bewegung abgetastet, die das gesamte Brustgewebe abdeckt und am Ende auch die Brustwarze einschließt.
Die Brustwarzen werden gesondert untersucht, indem man sie leicht zwischen Daumen und Zeigefinger drückt. Sollten dabei Absonderungen austreten, so sollte man genau registrieren, ob diese klar oder blutig sind.
Jede Veränderung, die einer Frau bei dieser Untersuchung auffällt, sollte unbedingt einem Arzt vorgestellt werden. Wie gesagt: Ein Großteil dieser Veränderungen haben nichts mit Brustkrebs zu tun, aber nur der Arzt kann spezielle Untersuchungen wie eine Mammographie oder eine Ultraschalluntersuchung veranlassen, mit denen sich ein solcher Verdacht sicher ausschließen lässt.
Wie Sie die Selbstuntersuchung der Brust durchführen sollten, um Symptome zu entdecken, können Sie hier sehen: