Besonders bei Krebserkrankungen floriert ein Markt mit einem enormen Angebot angeblicher Wundermittel. Diese helfen mit Sicherheit der verkaufenden Industrie, die teilweise riesige Gewinne einstreicht. Die Wirkung dieser Wundermittel auf die Krankheit ist jedoch zumeist sehr umstritten und nicht bewiesen.
Ein sicheres Kennzeichen unseriöser Angebote ist die Behauptung, "das Mittel zu haben, das allein den, und zwar jede Form von, Krebs besiegt". Ein solches Mittel existiert nicht und wird es auch in absehbarer Zeit nicht geben.
Häufig heißt es, dass diese Mittel keinerlei schädliche Nebenwirkungen haben. Tatsächlich sind wirksame Krebsmedikamente ohne jegliche Nebenwirkungen bislang nur ein Traum.
Bei Heilmethoden, die mit "zumindest können sie nicht schaden" angepriesen werden, sollten Sie auf Ihren Geldbeutel achten. Geschäftemacher gehen davon aus, dass Ihnen für Ihre Gesundheit nichts zu teuer ist.
Bei sensationell aufgemachten Illustriertenberichten sollte man sich grundsätzlich fragen, ob finanzielle Interessen dahinter stehen könnten. Besondere Vorsicht ist dann geboten, wenn in der gleichen Zeitung ein Artikel und eine Verkaufsanzeige für das gleiche Mittel zu finden sind. Zudem sollten Sie darauf achten, aus welchen Quellen die Erfolgsmeldungen stammen, ob aus wissenschaftlich anerkannten Medien oder nicht.
Außerdem lohnt es sich nachzufragen, wie lange die Methode schon angewendet wird. Gibt es trotz jahrelangem Einsatz keine wissenschaftlich belegten Wirksamkeitsnachweise, ist ihre Effektivität zumindest zweifelhaft. Auch bei unklaren Erläuterungen oder geheimnisumwitterten Andeutungen zum Verfahren sowie vehementer Ablehnung herkömmlicher Therapien (Schulmedizin) sollten Sie Vorsicht walten lassen.
Bei Empfehlungen, die bisherige konventionelle Behandlung zu beenden, bei Ablehnung gegenüber Einholen einer zweiten Expertenmeinung oder bei Bezahlung im Voraus sollten Sie misstrauisch werden und die Angaben überprüfen.
Befragen Sie zu alternativen Verfahren Ihren behandelnden Arzt, auch Stellungnahmen medizinischer Fachgesellschaften können hier weiterhelfen. Zudem empfiehlt es sich, vor Behandlungsbeginn die Kostenübernahme mit Ihrer Krankenversicherung zu klären.
Hier finden Sie weitere Informationen:
Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums