
Eine antihormonelle Therapie wird bei hormonempfindlichem Brustkrebs eingesetzt, d.h. wenn der Tumor Empfangsstellen (Rezeptoren) für weibliche Geschlechtshormone besitzt. Dies ist bei etwa zwei Dritteln der Patientinnen mit bösartigen Brusttumoren der Fall. Welche Antihormontherapie dann verabreicht wird, hängt vor allem davon ab, ob die Patientin sich noch vor oder bereits nach den Wechseljahren befindet. Durch die Therapie wird dem Tumor seine wachstumsfördernde Grundlage entzogen. Eine Antihormontherapie erfolgt meist im Anschluss an eine Operation, eine Chemo- und/oder Strahlentherapie über einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren.