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Aromatasehemmer in der erweiterten adjuvanten Therapie

21.05.2010

Aromatasehemmer werden seit Jahren in der erweiterten adjuvanten Therapie von postmenopausalem Brustkrebs eingesetzt. Neue Studien zeigen, dass auch prämenopausale Frauen und Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs profitieren.

Aromatasehemmer in der erweiterten adjuvanten TherapieAuch noch viele Jahre nach der operativen Entfernung des Tumors besteht für alle Brustkrebspatientinnen das Risiko, dass die Krankheit erneut auftritt (Rezidiv). Lange Zeit galt die Gabe des Antiöstrogens Tamoxifen über fünf Jahre im Anschluss an die Operation (adjuvant) als Standardtherapie für Patientinnen mit hormonrezeptor-positivem Brustkrebs. Doch 5–10 % der betroffenen Frauen erlitten auch danach noch ein Rezidiv - häufig während der ersten zehn Jahre nach der Operation.

 

Therapie nach fünf Jahren: die erweiterte adjuvante Therapie

Studien der vergangenen Jahre zeigten, dass eine Therapie mit Aromatasehemmern im Anschluss an die Tamoxifenbehandlung (erweiterte adjuvante Therapie) das Rückfallrisiko postmenopausaler Frauen deutlich verringern konnte. Bislang waren diese Vorteile jedoch nur für Frauen nach den Wechseljahren belegt. Sie galten außerdem nur eingeschränkt für Frauen, bei denen der Krebs bereits weit fortgeschritten war oder auf die Lymphknoten übergegriffen hatte.

Neue Studien belegen jedoch klare Vorteile der erweiterten adjuvanten Therapie mit Aromatasehemmern auch für Frauen vor den Wechseljahren und für solche mit Lymphknotenmetastasen. In diesen Studien profitierten vor allem Frauen mit einem hohen Rezidivrisiko von der Behandlung mit Aromatasehemmern.

 

Welche Patientinnen haben ein hohes Rezidivrisiko?

Das Risiko, dass die Erkrankung im Anschluss an die Operation und die adjuvante Therapie erneut auftritt oder dass es zur Entstehung von Fernmetastasen kommt, wird durch bestimmte Faktoren erhöht. Am größten ist dieses Risiko bei Frauen, bei denen zum Zeitpunkt der Erstdiagnose die Lymphknoten bereits befallen waren und bei Patientinnen, die zuvor eine Chemotherapie erhalten hatten.

Folgende weitere Faktoren begünstigen das Auftreten von Rezidiven:

  • großer Primärtumor
  • unvollständige Entfernung des Tumors bei der Operation
  • mehrere Krebsherde in der Brust
  • entzündliches (inflammatorisches) Karzinom
  • viele befallene Lymphknoten
  • Einwachsen des Tumors in Blutgefäße
  • Erstdiagnose in jungen Jahren
  • zahlreiche HER2-Rezeptoren auf den Tumorzellen
  • Verzicht auf Bestrahlung nach brusterhaltender Operation


Überlebensvorteil durch die erweiterte adjuvante Therapie mit Aromatasehemmern

Im Dezember 2009 wurden auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium die Ergebnisse einer Studien zu Aromatoasehemmern präsentiert. Die Studie zeigte, dass es bei Patientinnen, die eine erweiterte adjuvante Therapie mit Aromatasehemmern erhielten, deutlich seltener und später zu einem Rezidiv oder zur Bildung von Fernmetastasen kam, als bei Patientinnen, die ausschließlich mit Tamoxifen behandelt wurden.

Diese neuen Studienergebnisse zeigen weiterhin, dass auch Frauen mit Brustkrebs vor den Wechseljahren von der erweiterten adjuvanten Therapie mit Aromatasehemmern profitieren. Dies gilt auch für Frauen bei denen der Brustkrebs bereits auf die Lymphknoten übergegriffen hat. Der größte Nutzen der erweiterten adjuvanten Therapie zeigte sich für Frauen, die bereits vor den Wechseljahren mit Tamoxifen behandelt worden waren. Auch Patientinnen die erst nach einer Pause im Anschluss an Tamoxifen mit Aromatasehemmern behandelt wurden profitierten davon.


Wenn Sie Fragen zur erweiterten adjuvanten Therapie mit Aromatasehemmern haben, wenden Sie sich damit gezielt an Ihren behandelnden Arzt oder Onkologen.

Quelle: prnewswire.co.uk, arzt-aspekt.de, medknowledge.de, netdoktor.de
Stand: 08.04.2010
Autor: Michaela Spaeth-Dierl

Dies ist ein Service von Novartis Oncology
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